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Ellen Kleila

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DIE GROSSE  SEHNSUCHT

2000 Jahre Suche nach Spiritualität

Buch und  Regie: Ellen Kleila
Kamera: Markus Zergiebel
Länge: 45 Min

ZDF arte phoenix 3sat

Woher komme ich? Wohin gehe ich? Fragen, die der Mensch sich  seit uralten Zeiten stellt. Im Auf und Ab des Lebens sucht er Gewissheit,  Heimat, einen Hafen. Besonders in Zeiten des Übergangs, der Krisen und der  Unsicherheit. Die Frage nach dem Sinn des Lebens. Religion sucht seit  Jahrtausenden nach einer Antwort. 2000 Jahre christlicher Glaube, viertausend  Jahre Geschichte des Judentums. Spurensuche nach Antworten des Christentums.  Nach der Glut unter der Asche einer großen Geschichte.
Was der Mensch am Übergang zum nächsten Jahrtausend erfährt,  bedeutet: Angst statt Geborgenheit, Bedrohung statt Frieden, Verlorensein statt  Halt. Fortschrittswahn. Der Mythos, alles sei machbar, ging verloren. Der Mensch  bleibt allein mit seinen ungelösten Fragen - wie so oft in der Geschichte. Im  Meer uralter religiöser Möglichkeiten liegen Lösungen, spirituelle Erfahrungen  und Hinweise. Obwohl Welten zwischen der radikal erneuernden Sicht eines Martin  Luther und der visionären Perspektive einer Hildegard von Bingen zu liegen  scheinen, treffen sich doch beide im Kern einer intensiven Begegnung mit sich  selbst und Gott. Die Folge 5 der Reihe “Glut unter der Asche” erzählt in  eindrucksvollen Bildern von einigen der zahllosen Propheten, Erneuerern, und  Frommen, die aus großer Sehnsucht gegen dogmatische Verhärtung und modische  Veräusserlichung die Glaubenswelt veränderten. Sie entwickelten kraftvolle  Gedanken, waren unverwechselbare Individuen mit Schwächen und Fehlern, aber auch  mit Vorzügen und genialen Begabungen. Manche wurden zu Ratgebern schon für ihre  Zeitgenossen und manche entwickelten ihr erhellendes Licht für die Glaubenswelt  erst in den nachfolgenden Jahrhunderten. Ihren Erfahrungen und ihrem tiefen  christlichen Glaubenswissen spürt der Film nach. Was von der einsamen Suche des  spanischen Mystikers Juan de la Cruz, was von den Zweifeln Martin Luthers ist  noch spürbar bei der modernen Suche nach Sinn und Klarheit in einer ratlosen  Welt? Rastlose Wahrheitssucher zeigten über viele Jahrhunderte hinweg, wie man  den Blick nach innen richten und nach Spiritualität forschen  kann.
Was sie für  sich und andere fanden, waren Antworten, die eine neue Sicht auf die Dinge  möglich machen. Die Kernthese lautet: Nur wenn sich im Übergang zu einem neuen  Jahrtausend christliche Spiritualität weiterhin frei machen kann von jeder  Verbindung zur Macht, von Zwang und Drohung, können Christen die befreienden  Elemente einer alten Erfahrung neu erproben. Die religiöse Sehnsucht in  zahlreichen spirituellen Aufbrüchen unserer Zeit lässt vermuten, dass die Glut  unter Asche der alten Religionen noch nicht erloschen ist.