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Storytelling ist Kommunikation von Herz zu Herz

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Dalai Lama MT

Im Lotusgarten der Götter

 

Keine Kunst  lebt heute wie vor Tausenden von Jahren noch so stark in religiösen Bildern und  Symbolen wie die Kultur des Himalaja. Für den westlichen Betrachter öffnet sich  in dieser Dokumentation die geheime Welt der Götter des tibetischen Buddhismus.  Die Betrachtung der Kunst des Himalaja bietet Einblicke in ein jahrhunderte altes  Schaffen, das noch heute in Nepal existiert. Zwischen Komerz und Geldgier hat  ein Mysterium überlebt, das die Autorinnen in Nepals Hauptstadt Kathmandu  aufspüren.
Der Film entdeckt, was dem Besucher Nepals  sonst verschlossen bleibt: der Blick auf geheime Riten eines tibetischen  Klosters, aber auch die Sicht aus der gläubige Buddhisten ein Kunstwerk  betrachten
Ein Bild des Schutzgottes Yamantaka, der schon seit langer Zeit  Nomaden auf ihren Wanderungen begleitet, entsteht während der Dreharbeiten. Ein  Mandala aus Sand wird diesem Schutzgott geweiht mit Ritualen, die Mönche zum  ersten Mal vor einer Kamera abhalten. Diese Bilder faszinieren den Zuschauer  durch ihre meditative Eindringlichkeit und lassen ihn erleben, was die  Anziehungskraft buddhistischer Kunst ausmacht.
Die Anmerkungen des Dalai  Lama ergänzen das Gesehene zu einer Dokumentation, die den engen Zusammenhang  zwischen Kunst und Glauben im tibetischen Kulturraum entschlüsselt. Ernst  genommen folgt die Kunst strengen religiösen Vorschriften, die in uralten  Schriften überliefert sind. Aber vielleicht hat gerade das ihr Überleben  gesichert und wir können sie nur deshalb im kommerziellen Gedränge Kathmandus  noch erforschen und erkennen wie es im Lotusgarten der Götter aussehen mag.

IntervDalai LamaKlein

Antworten aus dem Interview zum Thema

Thangkas - buddhistische  Rollbilder

Heute folgen die Maler mehr ihren eigenen Stil. Die Leute betrachten  Thangkas nicht mehr als heiliges Objekt, als etwas religiöses, sondern als  Kunst.

Der Maler muss in verschiedenen Richtungen sitzen, und das ist  besonders wichtig, er sollte die Gottheit vorher visualisierten. Es ist eine  Meditation. Dann kann er anfangen zu malen. Das Bild muss nun so schnell wie  möglich, möglichst an einem Tag gemalt werden. Das ist alte  Tradition.

Der Thangka ist immer ein Meditationsobjekt. Denken Sie nicht,  es wäre nur Malerei. Man nimmt es im Geist auf.

Jeder, der den richtigen Weg gehen will, kann natürlich mit Thangkas  meditieren Es macht keinen Unterschied, ob Mönche, Nonnen, östliche oder  westliche Menschen meditieren.

Es  gibt natürlich verschiedene Meditationsformen. Mit einem Bild, einer Statue. In  der Meditation, in der Visualisierung, versucht der Meditierende mit der  Gottheit eins zu werden. Daneben opfert man, und man sagt Mantras  auf.

Es  gibt auch Thangkas, die nur für sehr weit entwickelte Lamas und Lehrmeister  bestimmt sind. Sie sind sehr heilige, geheime Objekte. Wir nutzen sie bei  Retreats, die über Wochen und Monate gehen können.

Thangkas sind nicht für alle Buddhisten wichtig. Nehmen sie nur  Milarepa, einen großen tibetischen Meister. In seiner Höhle, in der er  meditierte, war nichts, keine Malerei, keine religiösen  Objekte.

Es  gibt Familien, auch in Indien, die ihr Heim mit Thangkas lediglich dekorieren  wollen. So haben die Maler in Indien und Nepal eine Menge Arbeit und machen  große Geschäfte. Auch die Ausländer fangen langsam an, Thangkas zu  malen.

Da  ist eine Sache, die mich immer wieder ärgert. Manche Bilder haben wirklich keine  gute Qualität (...lautes Lachen....) Wenn ich z.B. Buddha male, habe ich die  heiligen Vorschriften zu respektieren. Es ist sehr schade, wenn Künstler zwar  teure Thangkas verkaufen, aber auf die Qualität keinen Wert  legen.

Oft  hatte ich die Chance, Familien in Europa und in Amerika zu besuchen. Voller  Stolz haben sie mir ihre tibetischen Thangkas gezeigt. Als Buddhist muss ich  mich vor den Heiligen auf den Bildern verneigen, aber wegen der schiefen Nasen  und der schlechten Qualität muss ich dann eher lachen. Eigentlich aber sehr  traurig, so viele Details waren falsch.

Für  manche Menschen, speziell für Anfänger im Buddhismus, können Thangkas sehr  wichtig sein. Je mehr Erfahrung der Praktizierende aber hat, desto mehr treten  sie in den Hintergrund.

Wir glauben an Buddha und auch an höhere Wesen. Sie haben alle  einmal gelebt. Durch ihre Art des Lebens, durch ihre Entwicklung und ihre  inneren Kräfte wurden sie zu höheren Wesen. Sie haben eine besondere Energie mit  der sie anderen helfen.

 

Glut unter der Asche

Video:

http://www.amazon.de/Glut-unter-Asche-Sehnsucht-Ketzern/dp/B00004U2MJ/r ef=sr_1_1?s=dvd&ie=UTF8&qid=132 7860027&sr=1-1

 

 

DIE GROSSE  SEHNSUCHT

2000 Jahre Suche nach Spiritualität

Buch und  Regie: Ellen Kleila
Kamera: Markus Zergiebel
Länge: 45 Min

ZDF arte phoenix 3sat

Woher komme ich? Wohin gehe ich? Fragen, die der Mensch sich  seit uralten Zeiten stellt. Im Auf und Ab des Lebens sucht er Gewissheit,  Heimat, einen Hafen. Besonders in Zeiten des Übergangs, der Krisen und der  Unsicherheit. Die Frage nach dem Sinn des Lebens. Religion sucht seit  Jahrtausenden nach einer Antwort. 2000 Jahre christlicher Glaube, viertausend  Jahre Geschichte des Judentums. Spurensuche nach Antworten des Christentums.  Nach der Glut unter der Asche einer großen Geschichte.
Was der Mensch am Übergang zum nächsten Jahrtausend erfährt,  bedeutet: Angst statt Geborgenheit, Bedrohung statt Frieden, Verloren sein statt  Halt. Fortschrittswahn. Der Mythos, alles sei machbar, ging verloren. Der Mensch  bleibt allein mit seinen ungelösten Fragen - wie so oft in der Geschichte. Im  Meer uralter religiöser Möglichkeiten liegen Lösungen, spirituelle Erfahrungen  und Hinweise. Obwohl Welten zwischen der radikal erneuernden Sicht eines Martin  Luther und der visionären Perspektive einer Hildegard von Bingen zu liegen  scheinen, treffen sich doch beide im Kern einer intensiven Begegnung mit sich  selbst und Gott. Die Folge 5 der Reihe “Glut unter der Asche” erzählt in  eindrucksvollen Bildern von einigen der zahllosen Propheten, Erneuerern, und  Frommen, die aus großer Sehnsucht gegen dogmatische Verhärtung und modische  Veräußerlichung die Glaubenswelt veränderten. Sie entwickelten kraftvolle  Gedanken, waren unverwechselbare Individuen mit Schwächen und Fehlern, aber auch  mit Vorzügen und genialen Begabungen. Manche wurden zu Ratgebern schon für ihre  Zeitgenossen und manche entwickelten ihr erhellendes Licht für die Glaubenswelt  erst in den nachfolgenden Jahrhunderten. Ihren Erfahrungen und ihrem tiefen  christlichen Glaubenswissen spürt der Film nach. Was von der einsamen Suche des  spanischen Mystikers Juan de la Cruz, was von den Zweifeln Martin Luthers ist  noch spürbar bei der modernen Suche nach Sinn und Klarheit in einer ratlosen  Welt? Rastlose Wahrheitssucher zeigten über viele Jahrhunderte hinweg, wie man  den Blick nach innen richten und nach Spiritualität forschen  kann.
Was sie für  sich und andere fanden, waren Antworten, die eine neue Sicht auf die Dinge  möglich machen. Die Kernthese lautet: Nur wenn sich im Übergang zu einem neuen Jahrtausend christliche Spiritualität weiterhin frei machen kann von jeder  Verbindung zur Macht, von Zwang und Drohung, können Christen die befreienden  Elemente einer alten Erfahrung neu erproben. Die religiöse Sehnsucht in  zahlreichen spirituellen Aufbrüchen unserer Zeit lässt vermuten
, dass die Glut  unter Asche der alten Religionen noch nicht erloschen ist.

 

Abendmahl

 

LEONARDOS


VERSCHLÜSSELTE  BOTSCHAFT

 

Das Geheimnis des  Abendmahls

Buch und Regie: Ellen  Kleila Kamera: Thomas Piechowski
Länge:15:30 Min

1998 wurde  das Abendmahl, eines der bedeutendsten Werke Leonardo da Vincis 500 Jahre alt. Nach langen Restaurierungsarbeiten soll dieses Werk nun wieder der  Öffentlichkeit zugänglich werden. Mit dem Blick auf das Fresko werden Touristen,  Kunstliebhaber und Journalisten erneut Werk und Genialität von Leonardo da Vinci  loben, werden auf Perspektive und räumliche Gestaltung hinweisen.Und alle  werden wieder das Geheimnis dieser Abendmahldarstellung übersehen! Es gibt heute  500 Jahre nach seiner Fertigstellung nur eine Handvoll Spezialisten, die ahnen,  welche verschlüsselte Botschaft dieses Bild enthüllt. Als der Meister 1495 mit  den ersten Skizzen zu seinem Abendmahl beginnt, weiß er  eines genau: dieses  Fresko soll kein harmonisches Miteinander von Jesus und seinen Jüngern zeigen,  keine friedliche Begegnung, sondern sie soll den explosivsten Augenblick  erfassen, in dem Christus sagt: Wahrlich ich sage euch: einer unter euch wird  mich verraten. Und sie fingen an, jeder einzelne, ihn zu fragen: Herr, bin  ich´s?
Leonardo will die tiefe Bestürzung und das Entsetzen zum Ausdruck  bringen. Und andererseits auch die Ruhe und Hoffnung, die Jesus in dieser  verzweifelten Situation verkörpert. Wie aber soll der Maler darstellen, dass  Jesus nicht nur für seine Jünger Mittelpunkt und Zuflucht bedeutet, sondern für  alle Menschen und alle Zeiten?
Er sucht und findet einen genialen Kunstgriff,  der das Fresko zur berühmtesten Abendmahldarstellung aller Zeiten werden lässt:  Leonardo malte die 12 Jünger so, dass sie in Anordnung und Gestik den 12  Tierkreiszeichen entsprechen! Jeder Tierkreis symbolisiert eine archetypische  Struktur und jeder Mensch wird in einem Tierkreis geboren. Leonardo malt mit den  12 Aposteln also die ganze Menschheit und ihre Begegnung mit dem Verrat.

 

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